Verhaltenstherapie

Was ist Verhaltenstherapie?

Als approbierter Psychologischer Psychotherapeut verfüge ich über einen Fachkundenachweis in Verhaltenstherapie. Die Verhaltenstherapie umfasst heutzutage ein sehr breites Spektrum an therapeutischen Verfahren und Techniken, deren Gemeinsamkeit durch die wissenschaftliche Fundiertheit und die nachgewiesene Wirksamkeit gegeben ist. Die moderne Verhaltenstherapie, wie ich sie verstehe, fußt auf zwei wesentlichen Säulen: Einerseits der Erklärung und dem Verstehen aktueller Probleme vor dem Hintergrund der individuellen Lebensgeschichte, d.h. der Biographie, und andererseits auf der gezielten Veränderung von Problemen im Hier und Jetzt.

Wie der Begriff „Verhaltenstherapie“ bereits nahelegt, wird ein besonderes Augenmerk darauf gelegt, wie aktuelle Probleme durch ungünstige Verhaltensweisen aufrechterhalten werden, sodass Verhaltensänderungen eine zentrale Bedeutung in der Therapie zukommt. Dem liegt die Grundidee zugrunde, dass einer psychischen Symptomatik erlernte Verhaltensweisen (z.B. in Form komplexer Verhaltensmuster) zugrunde liegen, wobei sich die Verhaltenstherapie zunutze macht, dass diese ebenso wie alle anderen Verhaltensweisen auch wieder ver- bzw. umgelernt werden können. Ebenso können neue Fertigkeiten und Kompetenzen im Verlauf der Therapie erlernt und im Alltag aufgebaut werden. Dabei beschränkt sich die moderne Verhaltenstherapie jedoch nicht auf das nach außen sichtbare Verhalten, sondern widmet sich intensiv auch den untrennbar damit verbundenen Denkprozessen bzw. Gedankeninhalten und dem emotionalen Erleben. Die Schaffung von neuen Erfahrungen – und somit die Etablierung neuer Verknüpfungen auf neuronaler Ebene – ist somit das erklärte und übergeordnete Ziel der Verhaltenstherapie.

In meinem therapeutischen Alltag erlebe ich es als hilfreich, die Fülle der modernen verhaltens-therapeutischen Techniken voll auszuschöpfen, und integriere daher u. a. metakognitive, achtsamkeits- und akzeptanzbasierte, hypnotherapeutische, emotionsfokussierte und schemathera-peutische Elemente sowie Ansätze aus dem Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapie (CBASP).

Was ist Ihre Rolle in der Therapie?

Verhaltenstherapie bedeutet Hilfe zur Selbsthilfe. Damit die Therapie erfolgreich sein kann, ist es von essenzieller Bedeutung, dass Sie in dieser eine aktive Rolle einnehmen. Man könnte auch sagen: Sie werden nicht passiv „therapiert“, sondern Sie erhalten professionelle Unterstützung dabei, Ihre Probleme selbst zu lösen. Dies bedeutet vor allem, dass ein wesentlicher Teil der Therapie nicht in, sondern zwischen den Therapiesitzungen stattfindet – in Ihrem eigenen Alltag. Studien belegen, dass der Therapieerfolg maßgeblich davon abhängt, in wie weit Menschen die Erkenntnisse aus den Sitzungen auch in Ihrem Alltag umsetzen. Deshalb werden Sie in der Regel am Ende jeder Sitzung eine therapeutische Hausaufgabe erhalten. In der probatorischen Phase kann dies u. a. das Ausfüllen von Fragebögen und das Führen von Selbstbeobachtungsprotokollen umfassen – in der Therapie-phase dann z.B. das Üben und Umsetzen von in der Sitzung ausprobierten Verhaltensweisen oder spezieller Fertigkeiten.

Ein weiterer wichtiger Wert in der Therapie ist die Beziehung, die zwischen KlientIn und Therapeut entsteht und deren Qualität mir sehr am Herzen liegt. Ich sind dabei der Auffassung, dass diese Beziehung durch gegenseitige Wertschätzung, Vertrauen, Ehrlichkeit und Transparenz ebenso gekennzeichnet sein sollte wie durch eine gute Portion Humor.