Ablauf & Abrechnung

Wie läuft eine ambulante Psychotherapie ab?

Wenn Sie sich für eine Therapie in meiner Praxis interessieren, können Sie alle Möglichkeiten auf der Seite Kontakt nutzen, um sich an mich zu wenden.

Nachdem Ihre Anfrage angekommen ist, erhalten Sie innerhalb weniger Tage eine Rückmeldung mit einem Terminvorschlag für ein Erstgespräch oder einer Angabe zur vermutlichen Wartezeit. Entweder im Vorfeld des Erstgesprächs oder direkt im Anschluss an dieses erhalten Sie von mir einen ersten Fragebogen zu wichtigen demographischen Daten und Angaben zur Problematik und zweitens ein Dokument, in dem alle wichtigen Informationen und Vereinbarungen zur Therapie beschrieben sind, zu denen ich, sollten wir eine Therapie beginnen, Ihre schriftliche Einwilligung benötige. Damit Sie sich hierunter etwas vorstellen können, können Sie sich beide Dokumente direkt hier herunterladen und gerne bereits durchlesen. Ebenso finden Sie an dieser Stelle bereits die Patienteninformation zu Datenverarbeitungsvorgängen in meiner Praxis, zu der ich gemäß EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) verpflichtet bin.

Selbstverständlich können Sie einen hier heruntergeladenen und ausgefüllten Fragebogen auch schon selbst per Post an die Adresse der Praxis senden. Diese finden Sie unter Kontakt. Beachten Sie nur: Erst ab November 2018 kann ich dort Post entgegen nehmen!

Wie ist eine Psychotherapie aufgebaut?

Eine ambulante Psychotherapie besteht aus zwei wesentlichen Phasen. Sie beginnt mit der so genannten probatorischen, d.h. diagnostischen Phase, die bis zu sechs Sitzungen umfassen kann und der genauen Analyse Ihrer Problematik auf verschiedenen Ebenen dient. Unter anderem bitte ich Sie in dieser Zeit wahrscheinlich, eine Reihe von Fragebögen sowohl zu Ihrem Problem und Ihren Beschwerden als auch zu Ihrer persönlichen Lebensgeschichte auszufüllen. Zusätzlich bin ich verpflichtet, ein so genanntes somatisches Konsil einzuholen. Hierfür erhalten Sie von mir ein Formular („Konsiliarbericht“), mit dem Sie einen Arzt Ihrer Wahl (z.B. Ihren Hausarzt) aufsuchen. Sinn dessen ist, dass von medizinischer Seite bestätigt wird, dass keine Gründe vorliegen, die gegen eine Psychotherapie sprechen.

Im Anschluss an die probatorischen Sitzungen geht der Fokus der therapeutischen Arbeit zunehmend vom Verstehen der Problematik zu deren Veränderung, d. h. in die eigentliche therapeutische Phase, über, wozu unterschiedliche psychotherapeutische Methoden zum Einsatz kommen. Auch in dieser Phase ist es möglich, die Anzahl der Sitzungen pro Woche unterschiedlich zu gestalten. Die Bandbreite reicht hier von wöchentlichen Einzelsitzungen über Blöcke aus zwei bis drei Sitzungen am Stück bis hin zu so genannten Intensivtherapien, die oft bei der Behandlung von Angst- und Zwangsstörungen zum Einsatz kommen und durchaus bis zu 15 Sitzungen pro Woche (verteilt auf mehrere Tage) umfassen können. Die Frequenz der Sitzungen ist abhängig von der vorliegenden Problematik, den individuellen Wünschen und zeitlichen Möglichkeiten der Patient*innen, der Entfernung zwischen Wohnort der PatientInnen und der Praxis sowie meiner terminlichen Flexibilität. Die Dauer einer einzelnen Sitzung ist stets gleich und umfasst ca. 50 Minuten.

Wie erfolgt die Abrechnung?

Als Mitglied der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein verfüge ich über eine Kassenzulassung, sodass ich gesetzlich versicherte Patienten behandeln kann. Im Rahmen dessen verfüge ich über eine Abrechnungsbefugnis sowohl für Einzel- auch für Gruppentherapie.

Gesetzliche Krankenkassen

Wenn Sie gesetzlich versichert sind, können Sie psychotherapeutische Leistungen relativ unkompliziert in Anspruch nehmen. Mit dem Einlesen Ihrer Versichertenkarte ist ein wesentlicher Teil schon getan. Nach dem Erstgespräch, welches in der Regel als so genannte „Psychotherapeutische Sprechstunde“ abgerechnet wird, erhalten Sie von mir eine Rückmeldung zur vorläufigen Diagnose und zu möglichen Behandlungsoptionen. Hierzu erhalten Sie von mir auch ein entsprechendes Formular.

Darüberhinaus werden Sie im Verlauf der Therapie nur einige Unterschriften leisten müssen, um nach Ablauf der so genannten probatorischen Sitzungen den Antrag auf eine ambulante Psychotherapie bei Ihrer Krankenkasse zu stellen. Zudem müssen Sie, um den oben erwähnten Konsiliarbericht einzuholen, zu Beginn der Therapie eine Ärztin oder einen Arzt Ihrer Wahl, z. B. Ihren Hausarzt oder Ihre Hausärztin, aufsuchen. Ansonsten entsteht für Sie kaum bürokratischer Aufwand. Da die Kosten für ambulante Psychotherapie vollständig von den Krankenkassen übernommen und direkt mit diesen abgerechnet werden, entstehen Ihnen keinerlei Kosten.

Private Krankenversicherungen und Beihilfe

Unabhängig davon, ob die Kosten für die Behandlung von der Beihilfe bzw. einer privaten Krankenversicherung übernommen werden oder Sie die Kosten selbst tragen, gilt folgendes Prinzip: Mit der Inanspruchnahme einer psychotherapeutischen Leistung gehen Sie automatisch einen Behandlungsvertrag mit mir als behandelndem Therapeuten ein, aus dem sich ergibt, dass Sie (und nicht die private Krankenversicherung oder die Beihilfe) zur Zahlung des in Rechnung gestellten Honorars verpflichtet sind. Die Erstattung der Kosten durch private Krankenversicherungen und die Beihilfe erfolgt in der Regel jedoch völlig problemlos.

Die Regelungen von privaten Krankenversicherungen bzgl. der Erstattung der Kosten von Psychotherapien ähneln sich überwiegend, sind jedoch nicht völlig einheitlich, sodass ich Ihnen empfehlen würde, sich rechtzeitig mit Ihrer Versicherung in Verbindung zu setzen oder in Ihrem Vertrag nachzulesen, welche Konditionen jeweils gelten.

Bei der Beihilfe hingegen gelten weitgehend bundesweit feste Kontingente für psychotherapeutische Sitzungen. In aller Regel übernimmt die Beihilfe fünf probatorische Sitzungen sowie eine zusätzliche Sitzung zur biographischen Anamnese, wonach entweder eine Kurzzeittherapie (10 Sitzungen) oder eine Langzeittherapie (45 Sitzungen) beantragt werden kann. Dabei kann eine Kurzzeittherapie nach Ablauf der 10 Sitzungen auch in eine Langzeittherapie umgewandelt werden. Bei Anträgen auf oder Umwandlungen in Langzeittherapie ist vom behandelnden Therapeuten ein Bericht über die Problematik des Patienten anzufertigen, der dann einem unabhängigen Gutachter in anonymisierter Form vorgelegt wird, welcher wiederum darüber entscheidet, ob die Therapie bewilligt wird (Gutachterverfahren). Wichtig: Wenn Sie beihilfeberechtigt sind, nehmen Sie bitte frühzeitig Kontakt mit Ihrer zuständigen Beihilfestelle auf und lassen sich die notwendigen Formulare für die Beantragung einer ambulanten Psychotherapie zusenden.

Rechnungsstellung (bei privat- und beihilfeversicherten Patient*innen)

Die Rechnungsstellung erfolgt monatlich jeweils zum Ende eines Monats mit einer 4-wöchigen Zahlungsfrist und basiert auf der verbindlichen Gebührenordnung für Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (GOP). In der Regel erfolgt eine Berechnung anhand des 2,3-fachen Satzes, in seltenen Ausnahmefällen ist eine Steigerung bis auf den 3,5-fachen Satz möglich. In letzterem Fall finden Sie auf der Rechnung eine Begründung der Steigerung. Die Abrechnung orientierender Testverfahren zur Ergänzung der Diagnostik erfolgt i. d. R. mit dem 1,8-fachen Satz. Eine Übersicht über die häufigsten Abrechnungsziffern finden Sie in der Therapieinformation- und Vereinbarung.