Schwerpunkte & Werdegang

Meine Tätigkeitsschwerpunkte und Arbeitsweise

Bereits während meines Studiums beschäftigte ich mich viel mit dem Störungsbild der Depression sowie mit Behandlungsmöglichkeiten der verschiedenen Angststörungen, z.B. der Panikstörung, der Agoraphobie, der spezifischen Phobie, der sozialen Angststörung, der generalisierten Angststörung oder der Krankheitsangst („Hypochondrie“). Beide Schwerpunkte setzten sich dann durch die Tätigkeit im Rahmen meiner Weiterbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten fort, indem ich zunächst auf einer hinsichtlich Depression spezialisierten Station der LWL-Klinik Lengerich arbeitete und dort insbesondere die Ansätze der Interpersonellen Psychotherapie (IPT) und des Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy (CBASP) kennenlernte. Bis heute wende ich Techniken aus beiden Ansätzen gerne und aus Überzeugung an, wenn KlientInnen sich vor allem mit zwischenmenschlichen Problemen oder Persönlichkeitsstörungen an mich wenden, und mache sehr gute Erfahrungen hiermit.  Die Bearbeitung solcher zwischenmenschlicher Probleme wurde fortan zu einem meiner „Steckenpferde“ in der Therapie, was sich durch den Kontakt mit den Prinzipien der klärungsorientierten Psychotherapie nach Sachse noch weiter verfestigte.

Die Spezialisierung im Bereich Angststörungen nahm derweil ihren Lauf durch meine Tätigkeit in der Christoph-Dornier-Stiftung Münster, die schon seit ihrer Gründung den Fokus auf die Intensivtherapie von Angststörungen, v. a. durch Expositionstherapie, legt. Nachdem ich mich im Rahmen meiner Masterarbeit auf theoretischer Ebene damit befasst hatte, wie Expositionstherapie wirkt (s. u.), sammelte ich in der Christoph-Dornier-Stiftung jede Menge praktische Erfahrung in der Behandung von KlientInnen mit verschiedenen Angststörungen und lernte die Expositionstherapie als enorm wirksames Werkzeug der Verhaltenstherapie kennen.

Ein weiterer Tätigkeitsschwerpunkt ergab sich ab 2016 durch die Wahl meines Promotionsthemas, welches auf die Entwicklung und Untersuchung der Wirksamkeit von innovativen Behandlungsmethoden für Menschen mit Zwangsstörung fiel, für die Expositionstherapie zwar ebenfalls als das wirksamste Verfahren gilt, es aber leider so ist, dass nicht alle Betroffenen hiervon gleichermaßen profitieren. Meine Kollegin Charlotte Jürgens und ich entwickelten daher eine Therapiestudie, in der wir kognitive und metakognitive Behandlungsstrategien miteinander verglichen und die sich aktuell in den Endzügen befindet. Hieraus und aus regulären Behandlungen von KlientInnen mit Zwangsstörung in der Christoph-Dornier-Stiftung ging so ein reicher Erfahrungsschatz im Bereich der Behandlung von KlientInnen mit Zwangsstörung hervor, was diesen weiteren, mir sehr am Herzen liegenden Tätigkeitsschwerpunkt erklärt.

Durch meine langjährige Tätigkeit als Mitarbeiter in der Praxis meiner heutigen Kollegen Tilmann Müller und Beate Paterok ergab sich quasi en passant ferner ein Interessenschwerpunkt im Bereich der psychotherapeutischen Behandlung von nicht organisch bedingten Schlafstörungen, insbesondere primären Insomnien und wiederkehrenden Alpträumen. Methodisch greife ich hierbei u. a. auf die von Beate Paterok und Tilmann Müller entwickelte Schlafrestriktion zurück.

Im weiteren Verlauf der Weiterbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten lernte ich zudem mit großer Begeisterung die Ansätze der Schematherapie, emotionsfokussierte Methoden und das Prinzip der Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) kennen, die mich in meiner Arbeitsweise weiter geprägt haben – welche ich daher als in vielerlei Hinsicht integrativ bezeichnen würde. Ich habe es bereits in der Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten als überaus hilfreich empfunden, mich von dogmatischen Leitsätzen „festgelegter“ Therapieschulen frei zu machen und stattdessen die Gemeinsamkeiten von verschiedenen Ansätzen zu sehen, um daraus kreativ und sinnvoll eine auf mein Gegenüber individuell zugeschnittene Therapie zusammenzufügen.

Da mir in der Beziehung zu meinen KlientInnen vor allem drei Dinge, nämlich Transparenz, Ehrlichkeit und das gemeinsame Ziehen an einem Strang – d. h. den gemeinsam entwickelten Therapiezielen – wichtig sind, lege ich dabei viel Wert darauf, dass Sie als KlientIn in der Therapie an allen Entscheidungen beteiligt sind und wir uns stets auf Augenhöhe begegnen. Darüber hinaus ist mir, wie dem genauen Beobachter auch beim Betrachten meines Titelfotos auffallen könnte, in einer Therapie aber auch Humor sehr wichtig, weil sich alleine dadurch bereits manch andere Perspektive auftut.

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über meinen bisherigen Werdegang.

Studium, Weiterbildung & Promotion

2009 – 2012

Studium der Psychologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster, Abschluss: Bachelor of Science (B. Sc.)

Abschlussarbeit: „Electrophysiological Investigation of Attentional Processes on the Basis of an Auditory Oddball Paradigm: An Examination of the P300 Component“

2012 – 2014

Konsekutives Masterstudium (Schwerpunkt: Klinische Psychologie und experimentelle Psychopathologie) an der WWU Münster, Abschluss: Master of Science (M. Sc.)

Abschlussarbeit: „Effective, but why? A meta-analysis on initial fear activation and habituation as possible mechanisms for why exposure therapy works“

2014 – 2018

Weiterbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten mit Schwerpunkt kognitive Verhaltenstherapie am IPP Münster, Abschluss durch Staatsexamen im April 2018, Erteilung der Approbation als Psychologischer Psychotherapeut mit Fachkundenachweis Verhaltenstherapie

Seit 2016

Laufende Promotion (Dr. rer. nat.) zum Thema „Effekte von kognitiven und metakognitiven Interventionen bei der Zwangsstörung“ (Doktormutter: Prof. Dr. Ulrike Buhlmann)

Berufserfahrung

Ab November 2018

Psychologischer Psychotherapeut in eigener kassenzugelassener Praxis, Hauptstraße 22, 24848 Kropp

Ab Mai 2018

Psychologischer Psychotherapeut in eigener Privatpraxis, Rothenburg 19, 48143 Münster (gemeinsame Räumlichkeiten mit Dr. Beate Paterok und Dr. Tilmann Müller)

Seit 2016

Psychotherapeutische Tätigkeit in der Ambulanz der Christoph-Dornier-Stiftung Münster

2015 – 2017

Psychotherapeutische Tätigkeit in der Psychotherapieambulanz (PTA) der WWU Münster

2014 – 2015

Psychotherapeutische Tätigkeit in der LWL-Klinik Lengerich (Depressionsstation, Haus 06)

2012 – 2014

Tutor in verschiedenen klinisch-psychologischen Projektseminaren und experimentellen Forschungspraktika am Institut für Psychologie, WWU Münster

2011 – 2014 und 2015 – 2018

Mitarbeiter in der Praxis für Psychotherapie Dr. Beate Paterok und Dr. Tilmann Müller, Münster

Praktika während des Studiums (2011 – 2013)

  • Christoph-Dornier-Klinik Münster (Klinik für Psychotherapie)
  • LWL Klinik Münster, psychiatrische Institutsambulanz
  • Island Dolphin Care, Florida, USA (Non-Profit Institution für Delphin-assistierte Therapie)
  • Universitätsklinikum Münster, Bereich Kinder- und Jugendlichenpsychosomatik (Czerny-Station)

Stipendien

seit 2016

Promotionsstipendiat der Christoph-Dornier-Stiftung für Klinische Psychologie

2012 – 2017

Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes

Publikationen

Rupp, C., Doebler, P., Ehring, T., & Vossbeck-Elsebusch, A. N. (2017). Emotional Processing Theory put to test: A meta-analysis on the association between process and outcome measures in exposure therapy. Clinical Psychology and Psychotherapy, 24, 697-711. (PDF hier)

Tätigkeiten als Reviewer

Clinical Psychology and Psychotherapy